Allgemein Neubau
Durch die Flutkatastrophe im Juli 2021 wurde die Kläranlage am bisherigen Standort an der Ahr in Sinzig weitgehend zerstört. Der Standort ist wegen der Hochwassergefahr laut der Struktur- und Dienstleistungsdirektion (SGD) Nord nicht mehr zulässig.
Die in 2022 durchgeführte Standortanalyse hat nur einen Standort als geeignet ermittelt. Das rund 70.000 m² Gelände befindet sich in der Gemarkung Remagen. Ein wesentlicher Faktor für den Standort ist der „natürliche“ Hochwasserschutz durch das 7 m höhergelegene Gelände.
In 2024 erfolgte daraufhin eine Bedarfsplanung für die neue Anlage durch die ATG Ing-Gesellschaft. Die zukünftige Ausbaugröße mit 175.000 EW ist derzeit noch in finaler Abstimmung mit den Mitgliedskommunen und beinhaltet Reserven für die Zukunft.
Die Jahresschmutzwassermenge beläuft sich auf 10,5 Mio. m³, der geschätzte Energiebedarf auf 4,1 Mio. kwh/a (bisher 3,0 Mio. kwh/a). Zur Elimination von Mikroschadstoffe, -plastik und Keime erhält die Kläranlage eine 4. Reinigungsstufe.
Durch den kombinierten Einsatz von Photovoltaik, Energierückgewinnung aus Wasserkraft, Abwasserwärmenutzung usw. soll hier eine „Netto-Null-Kläranlage“ entstehen.
Zeitplan
- Standortstudie: 2022
- Prüfung Genehmigungsfähigkeit 2023
- Grunderwerb: 2024
- Beginn der Vorplanung: 2024
- Einreichung Genehmigungsantrag: 2026
- Baufeld-Vorbereitung: 2026
- Eigentliche Bautätigkeit: 2027-2031
- Testbetrieb und Rückbau der Altanlage an der Ahr: 2032















