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bis zur Inbetriebnahme

ZUKÜNFTIGE KLÄRANLAGE AZV untere Ahr Neubau der Sinziger Kläranlage
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Geplante Kläranlage setzt neue Maßstäbe in der Abwasserreinigung

Die Rhein-Zeitung berichtet über Präsentation im Rahmen der Verbandsversammlung

Das Abwassersystem entlang der Ahr mit den vier Kläranlagen in Dümpelfeld, Mayschoß, Altenahr und Sinzig wurde durch die Flutkatastrophe im Juli 2021 weitestgehend zerstört. Nun sollen Abwässer, die zuvor in der Kläranlage Mayschoß für den Eigenbetrieb Mittelahr geklärt wurden, und alle anderen ahrabwärts in einem hochwassersicheren Klärwerk zwischen Sinzig und Remagen geklärt werden. Nach aktuellen Berechnungen wird diese voraussichtlich rund 230 Millionen Euro kosten, wie in der jüngsten Verbandsversammlung des Abwasser-Zweckverbands Untere Ahr im Foyer der Rheinhalle erläutert wurde.

Künftig hochwassersichere Kläranlage setzt neue Maßstäbe in der Abwasserreinigung

Ziel ist, dass die Kläranlage energieneutral betrieben wird, sich in die Landschaft einpasst und die Umwelt im Betrieb mit möglichst wenig Geruch, Lärm, Schadstoffen und CO2 belastet. Die Kläranlage wird eine vierte Reinigungsstufe erhalten, durch die zum Teil schwer abbaubare Spurenstoffe, etwa Rückstände von Medikamenten, aus dem Abwasser weitestgehend entfernt werden können. „Außerdem soll die Kläranlage Remagen nicht nur zukunftsweisende Reinigungsleistung und Energieneutralität bieten, sondern auch als Modellprojekt der Digitalisierung gelten, da sie unter anderem durch den Einsatz künstlicher Intelligenz auf den modernsten Stand der Prozesstechnik gehoben wird. Die neue Anlage hat eine Kapazität von 174.000 Einwohnerwerten und umfasst eine Fläche von rund sieben Hektar. Ist sie fertiggestellt, soll die alte Anlage im Hochwassergebiet von Sinzig abgebaut werden“, wie Bernd Lischwé, kaufmännischer Leiter des Abwasserbetriebs, erläuterte.

„Wir werden eines der ersten Klärwerke mit einer vierten Reinigungsstufe sein, was uns einzigartig macht: Wir streben eine Netto-Null-Emission an. Das heißt, dass die Anlage energetisch autark ist, etwa durch Abwärmenutzung, Klärgasverwertung und Photovoltaikanlage. Wir rechnen mit dem Baubeginn 2027 und sind in den letzten Zügen, den Baugrund zu untersuchen“, hatte Remagens Bürgermeister Björn Ingendahl vor der Versammlung des Zweckverbands gegenüber unserer Zeitung geäußert. Die Planung sei schon weit fortgeschritten und könne im ersten Halbjahr 2026 fertig bearbeitet werden. „Je nachdem, wie schnell das mit dem Bauantrag geht, werden wir sehen.

Vorbereitende Maßnahmen begonnen

Die Gaspipeline, die durch das Grundstück neben der B266 in Richtung Kripp nahe dem Godenhaus verläuft, wird gerade umgelegt, dann ebenso der Fahrradweg, und dann muss abgeräumt werden, was dort alles so gewachsen ist“, so Ingendahl. Außerdem würde alles, was jetzt an Aushubmaterial anfällt, im Rahmen der Anlage des neuen Klärwerks wiederverwendet.
Bernd Lischwé erklärte, wie es nun weitergeht: „Die aktuellen Beschlüsse werden in die Entwurfsplanung eingearbeitet und dann im Frühjahr 2026 nochmals den politischen Gremien vorgestellt. Die nächste Einwohner-Infoveranstaltung findet im Anschluss statt und ist für April/Mai 2026 vorgesehen. Dann liegen uns auch alle Erkenntnisse und Planungen vor.“
Der Radweg zwischen Sinzig und Remagen werde ebenso wie die Gasleitung verlegt, da beide durch das zukünftige Gelände der Kläranlage führten. Der Radweg werde ununterbrochen nutzbar sein.
Im kommenden Frühjahr soll die Zuwegung zur neuen Kläranlage an der B266 gebaut werden. Damit werde auch der gesamte Baustellenverkehr „außerorts“ laufen.
Die neue Anlage hatte Katrin Eder, rheinland-pfälzische Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität, als Leuchtturmprojekt bezeichnet, als sie den größten Förderbescheid für den Wiederaufbau an Abwasserzweckverband „Untere Ahr“ im vergangenen Juni überreicht hatte.

Quelle: Rhein-Zeitung online, 02.01.2026, Judith Schumacher